Fotogalerie - einige der Änderungen in Eisenhüttenstadt seit 2010


Konferenz der Rosa - Luxemburg - Stiftung Brandenburg

Deutsch-polnische Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert. Zum 65. Jahrestag des Vertrages von Zgorzelec (Görlitz) und der Bedeutung der Oder-Neiße-Grenze für die Europäische Nachkriegsordnung

 

Mittwoch, 1. Juli 2015, 14 –18 Uhr, im Rathaus Eisenhüttenstadt, Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung

 

mit Vorträgen von:

Dr. Erhard Crome (Berlin),

Krzysztof Pilawski (Warschau),

Dr. Hans Modrow (Berlin),

Prof. Dr. Karl Döring (Eisenhüttenstadt),

Dr. Artur Pech (Schöneiche),

Dr. Holger Politt (Warschau),

Dr. Heiko Kosel (Potsdam)

und einem Grußwort von  Dagmar Püschel, der Bürgermeisterin von Eisenhüttenstadt

Quelle: Bildungsprogramm Juni - Juli 2015 der Rosa - Luxemburg - Stiftung Brandenburg

Die Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg sind presseöffentlich.


 

 

Gedenken – Mahnen – Handeln, Atomausstieg sofort

Rede von Mechthild Tschierschky vor den Teilnehmern der Auto – Demo 2014 in Eisenhüttenstadt:

  • Anlässlich der Wiederkehr des Unglückstages am 26. April Tschernobyl vor 28 Jahren gedenken wir heute und hier vor dem Friedrich - Wolf – Theater der Opfer der Nuklear-Katastrophe um Tschernobyl:
  •  Derer, die erst nach vielen Jahren die Folgen erlitten haben
  •  Derer, die versehrt geboren wurden und denen ein schweres Leben bevorsteht

Wir gedenken derer, denen auch in Zukunft dieses Schicksal bevorsteht.
Wir gedenken der zerstörten Städte und der entvölkerten Dörfer,
der vernichteten Kultur.

Unterdessen wird sichtbar:

Boden, Wasser und Luft sind verstrahlt und werden es auf lange Zeit bleiben. Kaum ein Mittel gibt es dagegen. Jegliches Gewächs des verseuchten Bodens trägt die tödlichen Strahlen in sich. Obst und Gemüse, das Gras auf der Wiese und die Milch, die Wildtiere, Beeren und Pilze.
Das Wasser und die Luft – auf Jahrhunderte, Jahrtausende verstrahlt.
Die Maßnahmen dagegen sind jämmerlich:
In Tschernobyl, Fukushima und Hiroshima.
Eine halbe Million Jahre sind nötig, dass Boden, Wasser und Luft von Verstrahlung gesunden.
Gedenken allein genügt nicht.
Gedenken gibt nur Sinn durch Mahnung.
Und Mahnung verlangt nach Handeln.
Liebe Freunde,
wir haben uns an diesem 25. April 2014 versammelt, um kundzutun:
Wir verlangen angesichts der niemals zu korrigierenden Folgen einer Atomkatastrophe wie der in Tschernobyl und der wie in Fukushima,
dass alle AKW abgeschaltet werden.
Abschalten! Sofort!


Denn wir wissen:

  •  jedes AKW produziert Müll, der strahlt ebenso über Jahrhunderte
  •  Eine Lagerstätte für Atommüll (ob Zwischen- oder Endlager) kann es nirgends geben ohne Gefahr für das Leben von Mensch und Tier
  •  der so genannte Katastrophenschutz ist absolut überfordert und hat seinen Namen nicht verdient, wie Tschernobyl und Fukushima beweisen


Wir wissen:

  • Die sogenannte zivile Nutzung der Kernenergie schafft die technischen Voraussetzungen zum Bau von Atomwaffen.
  •  Jegliche Akzeptanz oder gar Unterstützung von AKW dient somit dem Bau von Atombomben.
  •  Atomwaffenprogramme lassen sich am einfachsten verstecken unter dem Mantel ziviler Atomenergie.
  •  Und Atomwaffen sind (wie biologische und chemische Waffen auch) illegal.


Wir wissen: Atomkraft gefährdet den Frieden.
Das einzige Mittel dagegen ist:
AKW abschalten. Sofort.
Was können wir tun:
Wir können die so genannte „Energiewende“ zu einer wahren Energiewende von unten machen:

  •  den Stromanbieter prüfen und wechseln
  •  Informationen einholen und weitergeben
  •  selber Aktionen vorbereiten und öffentlich machen
  •  selber Strom sparen
  •  Beim Einkauf: Planvoll kaufen
  •  Auf Langlebigkeit der Produkte achten

Den Betroffenen in Tschernobyl helfen,
wie es SODI Ehst., der Verein Kinder von Tschernobyl und zahlreiche Gasteltern in Eisenhüttenstadt
und Umgebung bereitwillig tun.
Ich wünsche uns Erfolg in unserem Anliegen. Und danke für eure Hilfe!

Friedenshaus Denk mal Am Wall
Mechthild Tschierschky
Wallstraße 14 in 15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 03364 740221
Mail: Mechthild-Tschierschky@t-online.de
Internet: friedenshaus-eisenhuettenstadt.de